„Wer heimische Produkte will, muss zur Landwirtschaft stehen“

forderte Werner Kunz (Vorsitzender Kreisbauernverband Karlsruhe e.V.) beim Dialoggespräch „Was erwarten Bauern und Landwirte von der Politik?“ vergangen Sonntagmorgen. Über 30 Interessierte folgten der Einladung der CDU der Hardt-Gemeinden Dettenheim, Eggenstein-Leopoldshafen und Linkenheim-Hochstetten zum Landwirtschaftsbetrieb Zimmermann nach Dettenheim.

Kunz ging in einem kurzweiligen Vortrag auf die aktuelle Situation der Landwirtschaftsbetriebe im Landkreis Karlsruhe ein. Europa-, bundes- und landespolitische Entscheidungen wirken sich auf die lokalen Betriebe aus. Politische Entscheidungen wie der gesetzliche Mindestlohn habe den Bauern weh getan. Für die Landwirte sei es schwer sich gegen die mediale Stimmungsmache durchzusetzen. Die „Bauernregel“-Kampagne von Bundesumweltministerin Hendricks (SPD) z.B., war für die Bauern ehrabschneidend. „Die konventionelle Landwirtschaft erzeugt qualitativ hochwertige Produkte für die regionalen Verbraucher zu bezahlbaren Preisen“, so Kunz. Aber nicht jeder Verbraucher könne seinen Bedarf im Bioladen decken.

Drei Themen seien Kunz aktuell wichtig:

  • Sinnvolle Düngeeinsatzregeln
  • Sinnvolle Pflanzenschutzmitteleinsatzregeln
  • Wirtschaftliche Unterstützung der regionalen Landwirte im globalen Wettbewerb

Die kommende Bundestagswahl, habe einen maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit der Landwirte in den kommenden Jahren im Landkreis. Wechselnde politische Mehrheitsverhältnisse könnten zur Schließung vieler Landwirtschaftsbetriebe im Landkreis führen, so Kunz.

Bürgermeister Michael Möslang (CDU)aus Linkenheim-Hochstetten ermutigte die Landwirte und Gemeinderäte den hohen Zuspruch der Bevölkerung für die heimische Landwirtschaft zu nutzen.

„Die französischen Nachbarn lassen nichts auf ihre Landwirte kommen“, so Axel E. Fischer (MdB) in seinem Grußwort. Deutschland könne diesbezüglich dazulernen. Die CDU wolle weiter an der Anpassung des Mindestlohngesetzes in Verbindung mit dem Arbeitszeitgesetz arbeiten, damit auch Landwirte diese Gesetze wirtschaftlich sinnvoll umsetzen können, so Fischer.

Wir möchten uns sehr herzlich bei Familie Zimmermann für ihre Gastfreundschaft bedanken. Nicht nur die Lokalität hat sie uns zur Verfügung gestellt, sondern zusätzlich noch ihren halben Hausstand.

Links

Bericht aus der BNN auf der Website der CDU Eggenstein-Leopoldshafen

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