„Täglich ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz“

Am Mittwoch, den 13. Juli 2017 trafen sich 14 Mitglieder aus Fraktion, Vorstand der CDU Dettenheim und sowie Freunde und Interessierte zur Besichtigung der Zentralkläranlage Graben-Neudorf/Dettenheim. 2 Stunden nahm sich Andreas Beerkircher (Betriebsleiter der Zentralkläranlage) bei schönstem Sommerwetter Zeit uns durch „sein Reich“ zu führen. Er bewies sehr viel Ausdauer und Sachverstand bei der Beantwortung unserer vielen Fragen. Er lies uns an allen Eindrücken und Gerüchen teilhaben.

Herr Beerkircher erklärte, dass das nachmittägliche Abwasser das „Morgenabwasser“ aus Graben-Neudorf sei und dementsprechend stärker verschmutzt ist – was wir riechen konnten. Auch erklärte er, dass der Klärschlamm heute stärker riecht als früher. Aus dreckigem Abwasser wird durch Hochtechnologie auf unserer Gemarkung wieder sauberes Wasser. Herr Beerkircher erklärte, dass die Kläranlage trotz aller Bemühungen und Eigenleistungen finanziell immer anspruchsvoller wird. Noch strengere Normen und mehr Abfall im Abwasser wie z.B. 10 Tonnen Fett pro Monat machen dem Team (4 Personen +1 Azubi) täglich Schwierigkeiten. Stetige Investitionen seien notwendig, um die Anlage zu erhalten und weiter zu entwickeln. Zudem durfte früher der Klärschlamm auf die Felder ausgebracht werden. Heute muss der Schlamm für ein Vielfaches an Geld in speziellen Verbrennungsanlagen mit Spezialfiltern entsorgt werden. Trotz gestiegener Effizienz der Technik und im Vergleich geringeren Energiekosten, treibe das die Kosten. 10 Tonnen Fett pro Monat und 1500 Tonnen Klärschlamm pro Jahr sind zu entsorgen. 1 Tonne Klärschlamm zu entsorgen kostet 63 Euro.

Herr Beerkircher ist stolz auf sein Team und darauf alle seine Mitarbeiter selbst ausgebildet zu haben – und auch weiterhin auszubilden. Er ist absolut mit Herz und Seele bei der Sache.

Die Zentralkläranlage Graben-Neudorf/Dettenheim setzt Maßstäbe im Landkreis. Die Kläranlage hat sogar ein eigenes frisch und mit viel Eigenarbeit eingerichtetes Labor auf dem Stand der Technik, eine moderne Monitoringlösung für z.B. die Hebewerke und arbeitet bei einer Reinigungsleistung von 96%. Herr Beerkircher ging auch darauf ein, wie leicht durch Unachtsamkeit oder auch „vorsätzlich falsche Entsorgung von Gefahrengütern im Haushaltsabwasser“ in der Anlage ein Millionenschaden entstehen kann. Deshalb beginnt Umweltschutz schon daheim. Alle waren sehr beeindruckt, wieviel Technik vorhanden ist und unterhalten werden muss, damit die Abwässer kontrolliert gereinigt werden können und wieder zu sauberem Trinkwasser werden.

Den Nachmittag ließen wir am Abend im Biergarten der Reiterfreunde ausklingen. Wir bedanken uns nochmal recht herzlich bei Manfred Oberacker, der den Termin organisiert hat und vor allem bei Herrn Beerkircher für seine Betriebsführung. Es war uns eine große Freude.

Diese Diashow benötigt JavaScript.